16.11.2019 | Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr


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07.12.2019 | Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr

Jenseits schillernder Welten
Katharina Burges • Torsten Gränzer • Göran Schade

Wenn sich eine klassische Sängerin und Pianistin, ein Schriftsteller und Punk-Poet und ein perkussiv-elektronischer Klangvirtuose begegnen, können mitunter vielschichtige Bilder zu tiefgreifenden Inhalten und Themen entstehen, die oft nur im Verborgenen stattfinden. Für das Programm „Jenseits schillernder Welten" begeben sich Katharina Burges, Torsten Gränzer und Göran Schade an Orte, die durchaus schmerzhaft erscheinen und finden dafür einzigartige Ausdrucksformen in intensiven Interpretationen, die zwischen Jazz, Klassik, Pop und Avantgarde angesiedelt sind. Dafür vertonte Katharina Burges Texte Torsten Gränzers neu und lässt sie, zusammen mit dem abwechslungsreichen Spiel von Gränzers langjährigem Weggefährten Göran Schade, in einem kompositorisch völlig veränderten Gewand erscheinen. Die mitunter schon recht betagten Worte, die Gränzer zum Teil bereits vor über zwanzig Jahren in einer Punkband interpretierte (die aber noch immer erschreckend aktuell sind), werden dabei auf eine sehr gefühlsbetonte Ebene transportiert . Dabei verwirklicht sich Katharina Burges eindringlich am Piano und im klassischen wie modernem Gesang, während Torsten Gränzer in rezitativen und musikalischen Text-Interpretationen gedankliche Impulse gibt. Göran Schade, der einst mit der Komischen Oper Berlin auf Welttourneen gewesen ist und namhafte Musiker wie Roger Waters begleitete, begeistert dabei mit seinem ideenreichen und vielfältigen Perkussions-Spiel, seinem intensiven Schlagwerk, den partiell eingesetzten, schwermütigen bis besänftigenden elektronischen Sounds und seinen Ausflügen zum Klavier und sorgt somit für eine beeindruckend stimmige Umrahmung der Kompositionen und Texte.

Die Stücke bewegen sich dabei zwischen Tango und Blues, zwischen Pop und Jazz, zwischen Klassik und Avantgarde, können aber nie ausschließlich als das eine oder andere eingeordnet werden. Auch können sie von Abend zu Abend variieren und immer wieder anders erlebt werden.In der halbszenischen Aufführung "Jenseits schillernder Welten" zeigen die Künstler sich ungeschminkt, werden verletzbar und beweisen gerade dadurch ihre Stärke. Sie erzählen Geschichten von zwischenmenschlichen Begegnungen und Auseinandersetzungen mit sich selbst, teilen ihre Gedanken zum gesellschaftlichen Geschehen und ihr innerstes Erleben, äußern sich dabei abwechselnd melancholisch, zornig und nachdenklich und erfahren die Thematisierung von Weltenschmerz, Missbrauch, Trauma, Todestrieb, Verzweiflung und Sehnsucht als befreiend.

Im Herzog-Filmtheater treten die Berliner Künstler mit diesem Programm erstmals in Bayern auf und laden ihr Publikum zu einer Reise durch die Nacht ein, die reich an gefühlvollen Begegnungen ist und an deren Ende durchaus Hoffnung stehen darf...




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